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Wieselmann: Schuhkonsum mit Sinn

Wieselmann

Zwei Youngsters, die rahmengenähte Schuhe gänzlich ohne Maschinen herstellen. Die Rede ist von Lukas Biermann und Christian Schörghofer und ihrer Maßwerkstatt Wieselmann.

von Nina Glatzel / 15.04.2015

Von Liebe auf den ersten Blick würde man bei Lukas Biermann und Christian Schörghofer nicht unbedingt sprechen. "Das erste halbe Jahr habe ich ihn nicht einmal verstanden", erzählt der gebürtige Deutsche (und Sohn des Liedermachers Wolf) Biermann über den Dialekt des urigen Salzburgers Schörghofer. Inzwischen sind Jahre vergangen und aus der gemeinsamen Lehrzeit beim Traditionsschuhmacher Scheer wurde eine eigene Werkstatt für Maßschuhe auf der Wiedner Hauptstraße. In der Kundenwünsche realisiert und hochwertige Reparaturen vorgenommen werden. Und die als Anlaufstelle für all jene gilt, die bewusst konsumieren und sich "dagegen entscheiden, ständig alles wegzuschmeißen".

1.200 Euro aufwärts kostet ein Paar der rahmengenähten Schuhe, die in 40 bis 60 Arbeitsstunden ausschließlich händisch hergestellt werden. "Nichts, was man so eben kauft", weiß Lukas Biermann. Orthopädisch korrekte Passform und eine Lebensdauer von 30 Jahren liefert er als gute Argumente. In der Werkstatt, die Lukas Biermann früher als "offenes Wohnzimmer mit Kaffeemaschine" bzw. Galerie benutzte, werden Kunden richtig umsorgt. Ein halbes Jahr dauert es vom ersten Maßnehmen bis zum fertigen Schuh. Dazwischen können Kunden mit ihren Ideen herumspinnen. "Dabei entsteht ein persönliches Verhältnis zu der Person, die das Produkt herstellt", weiß das Duo. Um ihren Kunden entgegenzukommen, bieten Biermann und Schörghofer auch Ratenzahlung an. Verschleißteile wie die Sohle werden im Laufe der Jahre ausgewechselt. Biermann und Schörghofer übernehmen außerdem Reparaturen aller Art.

Zum Schusterhandwerk kamen beide auf unterschiedliche Weise. Biermann wollte ursprünglich Tischler werden, studierte dann Geschichte und hatte "keinen Bock auf Büro". Schörghofer ist ausgebildeter Krankenpfleger, arbeitete in einem Kühlhaus und kam über seine Ex-Freundin Lena Krampf, Teil des Modeduos Meshit, auf die Idee, "Schuhe machen zu wollen".

 

 



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