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Insider Wien: TOMAK

Studio TOMAK

Der Künstler TOMAK versucht die Menschen als Wissenschaftler zu ergründen. Seine Werke sind vielschichtig, seine Wirkstätte ist Wien.

von Maria Schoiswohl / 01.03.2014

Was macht Wien zu einer Stadt der Kunst?
Wien ist eine Kulturstadt, aber keine Kunststadt. In Musikbelangen nicht, in Belangen der bildenden Kunst nicht und auch nicht mehr in Belangen des Theaters. Es gab große Theaterzeiten: mit Claus Peymann und Karl Welunschek etwa. Die Posten in Museen, Theatern und Opernhäusern werden aber leider mit Beamten besetzt, die kein Risiko mehr für die Kunst eingehen. Das alles ist nun Mainstream. Zeitgenössische Kunst muss man in ausgewählten Galerien oder in den Bundesländern suchen. Seit dem Abgang von Peter Noever und Gerald Matt passiert hier nichts Nennenswertes mehr. Die Albertina, ja, da gibt es ab und an gute Sachen – sogar von mir (Albertinaplatz 1). Ich hoffe aber stark auf das 21er Haus. Davon lasse ich mich positiv überraschen.
Belvedere 21, Arsenalstraße 1, 1030 Wien
Welche Ausstellungsräume schätzen Sie dennoch?
Die Galerie LisaBird Contemporary, die Galerie Krinzinger (Seilerstätte 16), die Ho Gallery (Wollzeile 17). Und natürlich mache ich auch Atelierbesuche, zum Beispiel bei Lukas Pusch (Barnabitengasse 9A/14).

Galerie Lisa Kandlhofer

Brucknerstraße 4
1040 Wien
+43 1 5031167
www.kandlhofer.com

Galerie Lisa Kandlhofer, Brucknerstraße 4, 1040 Wien
In Ihrer Kunst spielt (Zer-)Störung eine große Rolle - wo holen Sie sich in Wien Inspiration für Ihre Arbeit?
Man braucht in Wien nur auf die Straße zu gehen. Die Sprache, die Blicke. Wien ist von Grund auf schwermütig. Das bin ich zum Beispiel gar nicht. Man glaubt es vielleicht nicht, doch ich bin leicht. Mein Gemüt ist das eines Südländers. Ich habe das Talent, alles abzustreifen, was mich schwer macht. Das muss man hier auch haben. Die Todessehnsucht dieser Stadt trieft aus den Blicken. Das ist Wien. Schwermut.
Wien
Sie bezeichnen das aktuelle Jahr als Ihr bisher erfolgreichstes. Wo in Wien gönnen Sie sich Entspannung?
Erfolg ist subjektiv und man muss Erfolg über sich definieren. Für mich ist dieses Jahr in vieler Hinsicht großartig verlaufen. Drei große Einzelausstellungen. Ich konnte alles umsetzen, was mir in den Sinn kam und das mit großer Anerkennung. Das ist Erfolg für mich. Glücklichsein ist hier nicht an der Tagesordnung, doch das ignoriere ich. Wie gesagt, ich streife alles Negative, alles Hemmende ab. Ich mache mich leicht. Die Pensionisten der Kunstszene versuchen immer wieder querzuschießen. Erfolg ist hier verdächtig. Ich glaube, ich habe mit vielen Interviews einige Leute verstört. In ihren eingefahrenen Meinungen hocken sie langweilig und altbacken in ihren Löchern und ziehen die Fäden. Hexen und Kobolde – und dies habe ich durchschaut und die Fäden durchschnitten. Ich umgebe mich nur mehr mit positiver Energie, das ist für mich Erfolg. Ich sehe es in meiner Verantwortung, zumindest mein Umfeld mit meiner Energie anzustecken und zu inspirieren, zu helfen. Auch das gelingt mir immer besser, auch das ist Erfolg. Entspannung finde ich zu Hause.

Neubau

1070 Wien

Neubau, 1070 Wien
Bleiben wir bei der positiven Energie - in der Stadt sprießen neue Restaurants wie Schwammerl aus dem Boden. Welches Lokal haben Sie gerade neu für sich entdeckt?
Ich entdecke stets neue Lokale. Ich möchte gut behandelt, nett begrüßt und bewirtet werden. Das sollte eigentlich nicht so schwer sein. Ein positives Beispiel ist für mich das Dots auf der Mariahilfer Straße.

Dots

Mariahilfer Straße 103
1060 Wien
+43 1 9209980
www.dots-lounge.com

Dots, Mariahilfer Straße 103, 1060 Wien
Wo trifft man Sie auf ein Bier in Wien?
Überall! Der Vorteil einer Stadt ist es ja, dass man Abwechslung findet. Es muss nicht zwingend Bier sein, wenn, dann beispielsweise im Schweizerhaus. Es kann aber auch mal Kaffee sein.
Schweizerhaus, Prater 116, 1020 Wien
Wo trinken Sie denn Ihren Kaffee?
Im Hotel Sacher am frühen Abend.

Hotel Sacher

Philharmoniker Straße 4
1010 Wien
+43 1 514560
www.sacher.com/de-hotel-sacher-wien.htm

Hotel Sacher, Philharmoniker Straße 4, 1010 Wien
Immer mehr Künstler arbeiten im 15. Bezirk, auch Ihr Atelier liegt dort. Was macht den 15. so attraktiv für Kreative?
Ehrlich gesagt, wusste ich nicht, dass es im 15. Bezirk so viele Künstler gibt. Ja, woran mag das liegen? (Noch) billige Mieten möglicherweise. Ich gehe aber im 15. nirgendwo hin. Ich fahre nach dem Malen direkt nach Hause.

Rudolfsheim-Fünfhaus

1150 Wien

Rudolfsheim-Fünfhaus, 1150 Wien
Wien im Winter - kalt & grau. Wo ist die Stadt dennoch idyllisch in der kalten Jahreszeit?
Die Idylle ist im Kopf und nicht ortsbezogen.


Studio TOMAK

Schwendergasse 24/5
1150 Wien
studiotomak.com

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