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Insider Wien: Die Mäuse

Die Mäuse

Seit 1994 machen Gerhard Potuznik und Tex Rubinowitz als Mäuse Musik. Vor Kurzem veröffentlichten sie ihr viertes Album „Judasevangelium“.

von Nina Glatzel / 23.07.2013

Was ist neu in Wien, das so richtig Spaß macht?
Die neuen Trinkbrunnen, denn sie sind mit Düsen ausgestattet, die auf Knopfdruck einen feinen Sprühregen ausstoßen, der für Abkühlung sorgen soll. Der Sprühregen erinnert uns aber an unsere Zeit im Regenwald von Papua Neuguinea, wo wir unsere letzte Platte aufgenommen haben.
Ein Wiener Querdenker, dessen Projekte wir kennen sollten?
Doktor Wunibald Wüllenweber, Chef der vielleicht unbekanntesten Band Wiens: The Psychedelic Forces of Sudan.
Wo trinken die Mäuse nach der Bandprobe noch ein Glas Bier?
Nur in solchen Lokalen, in denen das Hohlmaß ein Willibecher ist, denn das Auge trinkt ja mit - zum Beispiel im Versteck.
Die abgefahrenste Bar der Stadt?
Die Amöbar in Helsinki, in der wir mal gespielt haben. Und immer, wenn wir irgendwo in Wien sitzen, wird im Geiste des Fluxus das Lokal kurzfristig zu einem Kondominat (die gemeinschaftlich ausgeübte Herrschaft mehrerer Herrschaftsträger über ein fremdes Gebiet), also zur Amöbar deklariert (vergleichbar mit der Hans-Insel, eine unbewohnte und vegetationslose Insel in der Mitte des Kennedy-Kanals, die seit 2005 gemeinsam von Kanada und Dänemark verwaltet wird).
Ein Wiener Shoppingtipp für Design-Liebhaber?
Edwina Hörl. Wenn wir etwas von Edwina brauchen, kaufen wir es entweder in Tokio, da beliefert sie acht Läden, oder in Osaka, dort hat man vier Läden zur Auswahl. Je nachdem, was näher ist. In Wien ist es nur ein Laden, das Park in der Mondscheingasse.

Park

Mondscheingasse 20
1070 Wien
+43 1 5264414
www.park.co.at

Park, Mondscheingasse 20, 1070 Wien
Wo haben die Mäuse in Wien vor Kurzem über Kunst gestaunt?
Im 21er Haus, in der Ausstellung der Künstlergruppe Gelatin. Wir lieben Styropor, wir ernähren uns bisweilen davon.
Belvedere 21, Arsenalstraße 1, 1030 Wien
Verraten uns die Mäuse zum Schluss noch einen Wiener Geheimtipp?
Der Radweg entlang des Donaukanals von der Urania zum Alberner Hafen. Auf der linken Seite, zwischen Autobahnzubringern, schlängelt sich ein verstrüppter Radweg, den kein Mensch kennt und benutzt. Hier ist Wien noch so ostblockig, wie es vor 30 Jahren überall war.


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