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Supersense: Stelze und Sofortbild im Dogenhof

Supersense

Der "Retter von Polaroid" eröffnete im denkmalgeschützten Dogenhof das Supersense, eine Mischung aus Café und Conceptstore.

von Nina Glatzel / 22.06.2014

1898 ließ Gutsbesitzer Maximilian Haas nach dem Vorbild des Ca’ d’Oro in Venedig den Wiener Dogenhof bauen, die Italien-Begeisterung des ausgehenden 19. Jahrhunderts setzte er in der "einzigen Prachtstraße zwischen Innenstadt und Prater" um. 2014 eröffnete Unternehmer Florian Kaps darin das Supersense. Seit 13. Juni geht es dort in einer Verbindung aus Café und Conceptstore um "Genießen, Schauen, Kaufen".

Vier Jahre lang renovierte zuletzt das Denkmalamt die Location in der Praterstraße 70, zuvor war das Lokal Standort des Vereins Humana. Florian Kaps, landläufig als "Retter von Polaroid" bekannt (erwarb im Rahmen des Impossible Projects das letzte Polaroid-Werk im holländischen Enschede), beauftragte Robin Molenaar mit der Innenraumgestaltung. Der Designer, der dem Café Espresso seinen 50er-Jahre-Look verpasste und das Café Menta im Vintage Industrial-Stil entwarf, setzte auch diesmal auf die Vergangenheit: Zwei Hermann Czech-Luster aus der ehemaligen Länderbankzentrale (jetzt: das neue Park Hyatt) montierte er prominent im Café-Bereich der Location, aus alten Papierpaletten schweißte er Tische und Sesseln, rechts vom Eingang platzierte er einen Artomaten (ausrangierter Zigarettenautomat, der für fünf Euro kleine Kunstwerke ausspuckt).

Seinen langjährigen Freund Michael erwählte Florian Kaps als gastronomische Begleitung. Der frühere Vertriebsleiter der Bausparkasse suchte im "Learning by doing"-Verfahren österreichische Kleinproduzenten aus - großteils bio, ihm allesamt persönlich bekannt und mit "Herzblut und Tradition bei der Sache". Von Johann Schmölz aus Tulln etwa kommt die Leberpastete und eine gemeinsam entwickelte Stelze (vorgekocht, entbeint, mit Rosmarin und Meersalz ausgelegt, gerollt und gegrillt), von der Sennerei Reiter der Bergkäse aus Tirol, in der Berkel-Maschine schneidet Michael den gesurten Kübelspeck vom Edelschwein nahe Ried im Innkreis. In der handgemachten Kaffeemaschine aus Seattle ("haben italienische Auswanderer in der Garage produziert") stellt er den "San Giusto" aus Kötschach-Mauthen her, in Biergläsern von Lobmeyr serviert er sogar Bier2go (der Wirtshausbrauerei Bierol in Kufstein).

Im hinteren Teil der Location schuf Kaps eine Bühne für Handwerk. Er beherbergt ein kleines Tonstudio, ein Druck- und Handschriftenservice (Sebastian Sailer erstellt dort wunderschöne Einladungen) und ein Portraitservice mit Sofortbild (20x40). Florian Kaps vertreibt dort außerdem Kupferlampen, schicke Notizbücher und seine analogen Impossible-Filme. 



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