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Von Vikerl's Lokal nach Breitensee

Anna&Jagetsberger

Zwei Jahre, nachdem Anna Pawlik und Manuel Jagetsberger Vikerl's Lokal übernahmen, zogen sie weiter. Neue Heimat ist ein verträumter Teil des 14. Bezirks.

von Nina Glatzel / 06.07.2014

"Wollt ihr frühstücken oder Mittag essen?", ist die Einstiegsfrage von Anna Pawlik, während Freund Manuel Jagetsberger aus der Küche hervorlugt. Es ist Sonntag, 13.30 Uhr, wir sind in Breitensee, einem Teil des 14. Bezirks, den Anna infolge mehrmals "dörflich" nennen wird. Eine Speisekarte ist nirgends in Sicht und das soll auch so bleiben. Lammhaxerl mit Knöderl, gebratener Saibling auf Miesmuschelsuppe, Hirselaibchen auf Zucchinischleifen. Eine handvoll Gerichte stehen zur Auswahl, nicht mehr, damit "wir die Qualität halten können". "Wir", das sind die ehemaligen Betreiber von Vikerl's Lokal, die eine Haube erkochten und dann doch nach zwei Jahren wegen "zu hoher Fixkosten" aufgaben. Auf der Breitenseerstraße fanden sie Anfang Juli ein neues Zuhause. Und das gefällt. Sowohl Anna und Manuel als auch den Anrainern.

Eigentlich wollte das Duo, das sich bei der gemeinsamen Arbeit im Hold in der Josefstadt kennenlernte, "eine Zeit lang pausieren". Doch dann kam das Angebot der finanziellen Unterstützung aus der Familie. Kurze Zeit später war ein Geschäftslokal gefunden - ganz früher ein Schusterbetrieb, danach viele Jahre leer. In einer Gegend, "in der man uns noch braucht, nicht irgendwo dazwischengequetscht in der Neubaugasse". Wie sehr man sie braucht, bekamen Anna und Manuel rasch zu spüren: Nachbarn brachten Blumen und kamen sich vorstellen, viele waren "dankbar, dass sich hier endlich was tut". (Wären die Studenten der nahegelegenen "Graphischen" schon wieder da, sie würden sich über die Mittagsmenüs unter zehn Euro freuen.) Familiär wie ihre neue Umgebung, gestalteten Anna und Manuel auch ihr Lokal. Ein Onkel, gelernter Tischler und Maler, steuerte schwungvoll geformte Holzbänke, Tischplatten und bunte Bilder bei. Wirtshaussessel und gusseiserne Tischgestelle kaufte das Paar über Willhaben, eine Marmorplatte organisierte man aus Bremen, einen Vintage-Spiegel aus Berlin.

Während Manuel Jagetsberger kocht (kann Stationen bei Jacqueline Pfeiffer im Grand Hotel und Christian Domschitz im Schwarzen Kameel aufweisen), ist Anna Pawlik fürs Backen und Servieren zuständig. Guglhupf und Schokoladetarte in der Glasvitrine stammen von ihr. Besonders stolz ist die Chefin auf die Maschine daneben: Eine Faema, Baujahr 1957, mit Hebel zu bedienen. Kaffee der Kleinrösterei Caliano in Mariazell verarbeitet Anna darin zu Espresso. Als wir nach einer Kostprobe gehen, hören wir sie schwärmen: "Ich mache seit 16 Jahren Kaffee, aber noch nie war er so gut...".



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